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SURREALE KUNST • FOTOGRAFIE • SCHMALKALDEN
Schmalkalden
Schmalkalden - Die Geschichte der Stadt und städtebauliche Entwicklung
    Schmalkalden um 900
  • 2.Jahrtausend v.Chr. mögliche Ansiedlungen der Kelten im Stilletal( nach neusten Funden )
  • nach dem 6 Jh. entstand Schmalkalden vermutlich als fränkische Siedlung
  • 861 - 874 Hungersnöte mit Folgen von Kanibalismus, Dürren (2 Monate Werra ohne Wasser), Erdbeben, Rinderpest, Heuschreckenplagen und Stürme forderten in Thüringen massig Opfer
  • 874 erstmals urkundlich erwähnt als villa Smalcalta --->
    in einem von zwei Schenkbriefen von einer Adligen Cunihilt an die Abtei Fulda
  • 1057 Richeza, Witwe des polnischen Königs Miesko II. erwarb Schmalkalden von Bistum Würzburg (wie Schmalkalden in dessen Besitz kam ist nicht geklärt)
  • 1078 von Truppen Rudolf von Schwaben zerstört
  • ca. Ende 1100 Im Besitz der Landgrafen von Thüringen
    - Erbauung der Walrabsburg *3 (Gelände Schloss Wilhelmsburg) und der Kirche am Altmarkt
  • 1203 Schmalkalden wurde niedergebrannt von Truppen Phillip von Schwaben und Otto dem Welfen
  • Hessenhof Neumarkt 5 in Schmalkalden
  • 1203 Bau des Hessenhofes (Neumarkt 5) --->
  • 1205 Schwere Hungersnot in Thüringen
  • Auf 1204-1215 *4 datierte man die Iweinmalereien in den damals ebenerdig gelegenen Keller des Hessenhofes
  • 1227 Erwähnung als "oppidum Smalcaldin" befestigte Städtische Siedlung in einer Urkunde Landgraf Ludwigs
  • 1228 Errichtung der Sk. Nicolauskapelle (heute Gelände der Post)
  • 1247 in Herrschaft von Hermann I. von Henneberg ein fränkisches Edelgeschlecht
  • 1272 erstmalige Erwähnung als "civitas" Stadt
  • 1312 o. 1315 *1 Übernahme von Fürstgraf Berthold VII. von Henneberg-Schleusingen
  • 1315 Stadt erhielt eine steinerne Befestigung und Rechte einer Reichsstadt
  • Spital Weidebrunnertor in Schmalkalden
  • 1319 Gründung des Augustinerklosters am Schmiedhof
    Wandlung der St. Jakobskapelle und Stiftkloster am Schloßberg in ein Collegiatstift
  • 1320 Gründung des Spitals vor dem Weidebrunnertor --->
  • 1322 o. 1340 *5 Erste urkundliche Verweise auf die Schmalkalder Eisen und Stahlwarenproduktion
  • 5.6.1330 die "Kleine Oster" wird gegossen
  • 1335 Bau des heute noch stehenden 5 geschossigen Pulverturmes (letzter Turm der ehem. Stadtbefestigung)
  • 1339 Gestattung der Anlegung des Oberhospitals *6 vor dem Weidebrunnertor
  • 1339 Ausbau der Burg und Gründung verschiedener Kapellen außerhalb der Stadt
  • 1345 Fertigstellung der Stiftskirche St. Egidii und Erhardi (St.Aegidius und St.Erhardus) auf dem
    Schlossberg
  • Die Große Kemenate
  • 1345 o.49 18 Juden werden nahe Solbad, gegenüber Schmalkalde, wegen angeblicher Brunnenvergiftung lebendig begraben; sogenannte Judenstelle
  • 1347 Schmalkalden fällt an die Nürnberger Burggrafen
  • 1360 kaufte die Witwe des Grafen Johann I. von Henneberg - Schleusingen und Heinrich II. Landgraf zu Hessen die Herrschaft für 40000 Gulden, Folge: Kondominat (Doppelherrschaft) Teilung der Stadt in 2 Reviere, zu sehen im Schild des Wappens
  • 1368 Beginn Bau der Großen Kemenate (Weidebrunnergasse 18-20) --->
  • Um 1370 Bau des hinteren Teils des heutigen Lutherhauses (Lutherplatz 7)
  • 1408 wurde die Acht von König Ruprecht über Schmalkalden verhängt. Grund: unbotmäßiges Verhalten gegen den Stadtpfarrer eines Grafen von Henneberg
  • 1410 Aufhebung der Acht gegen eine Geldbuße
  • 1412 Ausbruch der Beulenpest
  • 1419 Bau des heutigen Rathauses und erste stattfindende Tagung
  • 1422 Bau der noch heute existierenden Schwemmbrücke eine von damals 15 Steinbrücken über die Schmalkalde
  • 1437 Bau der neuen spätgotischen Stadtkirche St. Georg über den romanischen Bau aus der zweiten Hälfte des 12.Jh. (3 Geschosse des Südturmes sind im romanischen Stiel noch erhalten)
  • 1450 Eine Krankheit löscht 1/3 der Bevölkerung von Schmalkalden aus
  • 1456 Bau eines Zwingers am Auertor
  • Das Lutherhaus Schmalkalden
  • 1480 Neubau der St. Nicolai-Kapelle (heute Gelände Post)
  • 1520 Bau des wie heute noch zu sehenden Lutherhauses --->
  • 1521 - 1524 Auflehnung der Bürger gegen das Stift
  • 1525 Plünderung des Stift und des Augustinerklosters - Bauernaufstand Folge: 30.April Bekennung des Bürgermeisters zu den "Zwölf Artikeln" der Bauernschaft nach Zerschlagung Geldbuße 2000 Gulden und später Reformation
  • 1529 erstmaliges Zusammentreffen evangelischer Stände im Gasthaus zur Krone
  • 27. Febr. 1531 Abschluss des militärischen Bündnisses der "Schmalkaldische Bund" im städtischen Rathaus
  • 1531 Bau des Schäferhofes am Stillertor daher hieß die heutige Renthofstrasse auch Schafgasse
  • 1533 Bau des äußeren Auertors
  • 1537 Ankauf der Stadt des südlich an das Rathaus anschließenden Bürgerhauses
  • Febr. 1537 Tagung "Großer Konvent" des Schmalkaldischen Bundes mit Martin Luther und dessen verfassten "Schmalkaldischen Artikel"
  • 1538 Abbruch der Heilige-Gehilfenkapelle am Sichenrasen
  • 1540 wurde der Friedhof vor dem Auertor angelegt (heute Todenhofkirche)
    im selben Jahr brannte der Thüringer Wald wegen großer Dürre 4Wochen lang
  • 1541 Errichtung einer Sakristei auf dem Friedhof
  • 1545 Rosenapotheke / Melanchthonhaus erbaut
  • 1546 Schmalkaldischer Krieg
    - Folge: Vernichtung des Bundes um 1547 bleibt aber auf Bitten des katholischen Hennebergers von der totalen Zerstörung verschont
  • Stadtkirche in Schmalkalden um 1600 (Fotomontage)
  • 1550 Umbau Erweiterung um die doppelte Frontbreite des Hessenhof (Neumarkt 5) bis 1553
  • 1555 wurde die "Große Oster" zweitgrößte Glocke Thüringens gegossen sie in der Stiftskirche aufgehangen
  • 1564 Einsturz des Nordturms der Stadtkirche
  • 1566 1700 Opfer bei erneuten Ausbruch der Pest
  • Ab 1568 allmäliger Abriss der Klosterbauten des Augustinerklosters
  • 1570 erlitt der Südturm der Georgenkirche Beschädigungen, welche gleich behoben worden mit den Material des Augustinerklosters und wurde, wie auch vorher wieder mit einem Türmerstüble gekrönt --->
  • 1571 Pflanzung von 4 Linden hinter der Kirche, eine dieser Linden (ein Wahrzeichen der Stadt, wurde 436 Jahre alt) stand noch bis 2007 und wurde im Zuge der Baumaßnahmen so schwer beschädigt, dass sie gefällt werden mußte
  • 1575 so die Jahreszahl auf dem Giebel der Thodenwart'schen Kemenate (auch Merkel'sche Kemenate, nach dem letzten Besitzer genannt) gilt als mögliches Erbauungsjahr an Stelle eines Fränkischen Herrenhofes, dem scheinbar ältesten Ausgangspunkt der Stadt Schmalkalden
  • 1578 - 79 Umbau des alten Beinhauses auf dem Kirchhof zur Schule (heute Bibliothek)
  • 1583 Ende der Doppelherrschaft durch Aussterben des hennebergischen Grafenhauses
  • 1585 Abbruch der Stiftskirche St. Egidii und Erhardi auf dem Schlossberg - nach Abriss der Stiftkirche wurde die "Große Oster" an die Stadtkirche Sk.Georg verschenkt, wo sie 1847 zersprang
  • 1585 - 1589 Bau des Schlosses Wilhelmsburg von Landgraf Wilhelm IV. auf dem Gelände der ehemaligen Walrabsburg *3 und der Stiftskirche sowie deren Klosterruine
  • 1598 - 1592 irgendwann in der Zeit - Bau des Kristallturmes (auch Bergmannsturm oder Zwinger genannt)
  • 1608 Schmalkalder Bildersturm - Vernichtung von Altären, Kunstschätzen und Schnitzwerke
  • 1608 Erbauung des heute noch erhaltenen Kontorates hinter der Kirche
  • 1609 Einführung des Schulzwangs in Schmalkalden
  • 1618 Beginn des 30 Jährigen Krieges
    Folge: Niedergang der Wirtschaft
    Bau des Marstalls(heute Amtsgericht)Stelle des Henneberger Hofes, auf der Rückseite war eine durchgängige Galerie angebracht
  • 1622 Errichtung der Synagoge in der Judengasse
  • 1647 Gründung einer Gewehrmanufaktur
  • 1659 Brand der Pfaffengasse
  • 1630 Nach einem Brand von 40 Häusern; Bau der "Neuen Reihe" das sind die Häuser rechter Hand des Weidebrunnertores
  • 1677 Herrschaft Landgräfin Hedwig Sofie für 7 Jahre
  • 1695 Anbringung des hessischen Wappens an die Fassade des Gasthauses zur Krone
  • 7-8.Juni 1717 Brand der Synagoge in der Judengasse, verursacht durch ein Brand in der Waschküche eines Wohnhauses bei dem 4 weitere Häuser zerstört wurden
  • 1718 Wiederaufbau der Synagoge
  • 1743 Bau des Hauptgebäudes des Hospitals am Weidebrunnertor
  • 1748 Wiederaufbau des 1564 eingestürzten Nordturms der Stadtkirche
  • 1756 - 1763 7 jähriger Krieg
  • Löwe im Rathaus vom Auertor in Schmalkalden
  • 1760 Errichtung der Totenhofkirche anstelle der Heilige-Kreuz-Kapelle mit der Kanzel von 1680 der Sakristei am Auertor
  • 1771 - 1772 Hungersnot durch Missernten
  • 1806 - 1813 Aufstände gegen französische Besatzer und Napoleons Bruder Jérôme, König von Westfalen und Herrscher über Schmalkalden
  • 1820 Zwerchhäuser des Schlosses werden wegen Baufälligkeit abgebrochen und die restlichen ihres Schmuckes beraubt, das Dach wurde komplett erneuert und die Treppentürme mit flachen Pyramidenförmigen Dächern versehen
  • 1830 Niederlegung großer Teile der Stadtbefestigung unter anderem die Türme und Tore
    - ein Löwe aus dem Jahre 1583 des Auertors stand noch bis ca. 1900 auf einem Sockel an der Stadtmauer am Auertor bis er in den südlichen Teil des Rathaus verbracht wurde --->
  • 1835 Erbauung der "Neuen Hütte"
  • 1836 Errichtung des Sol und Mineralbades, welches aus ausgehobenen Saline hervorging
  • 1837 Umbenennung des Töpfermarktes in Lutherplatz
  • 1838 Erweiterung des Hospitals
  • 1851 Wiederaufnahme der Bauarbeiten am Nordturm der Stadtkirche und Integrierung der neuen 3600kg schweren "Groß-Oster-Glocke" gegossen aus den Teilen der im Jahre 1847 zersprungenen "Großen Oster"
  • 1852 Gründung einer Metallschreibfederfabrik
  • 1854 Schließung der Gewehrmanufaktur
  • 1857 Aue Hütte gegründet
  • 1858 durch Brandstiftung wird Metallschreibfederfabrik zerstört
  • 1866 preußisch - österreichischer Krieg
    Folge: preußische Herrschaft
  • ca.1870 Umbenennung des Haindorfsloch ("Heinerschloch") in Haindorfsgasse
  • 1870 umfangreicher Umbau des Lutherhauses zur Buchhandlung Feodor Willisch, Vorgarten wurde entfernt und ein Portal mit Schaufenstern Eingangstür und Balkon errichtet
  • 1874 Anschluss an das Eisenbahnnetz Werrabahn
  • 1875 Umbenennung der Augasse in Bahnhofstrasse (DDR: Strasse der DSF)
  • 1878 Eröffnung des Museums im Schloß Wilhelmsburg
  • 1880 Abriss des westlichen Teils des Gasthauses zur Krone und nebenstehende ehemalige Sk. Nicolai Kapelle
    - Neubau des Bereiches der Krone sowie Erbauung der Kaiserlichen Post an Stelle der ehem. Kapelle *2
  • 1882 Einweihung des Waldhauses
  • 1883 Errichtung des Lutherbrunnen auf dem Altmarkt anlässlich des 400.Geburtstages Martin Luthers (Büste gefertigt von Deutschmann)
  • 1890 Schließung der Aue - Hütte
  • Rathausbrand 1901 Schmalkalden
  • 1896 Sozialdemokratischer Verein Schmalkalden in der Gaststätte Rosenau (ehemalig Jugendclub, Abriss 1989) gegründet
  • 1896 Einführung des elektrischen Stroms in Schmalkalden
  • 1897 Bau der Aufsichtsplattform mit Schutzhütte auf der Queste
  • 1901 Brand im südlichen Teil des Rathauses(auch "Die Waage oder Kaufhaus" genannt)
    - das Stadtarchiv, welches dort untergebracht war, wurde dabei vernichtet --->
  • 1902 Königlich-preußische Fachschule für Maschinenbau eröffnet
  • 1903 - 1905 Neubau des südlichen Teiles des Rathauses
  • 1910 - 1911 Errichtung des Volksbades in der Braugasse 13 an Stelle des alten Brauhauses, Übergabe an die Stadt am 19.01.1911 Kosten: 20000 RM
  • 1911 - 1913 Erbauung der Knabenschule (Hermann Danz heute) in der Renthofstrasse im ehemaligen alten Schloßgarten, Einweihung am 17.11.1913 Kosten: 350000 RM
  • 1925 Eröffnung des Volksschwimmbades in Näherstille
  • 1929 Neubau der Synagoge
  • 1932 Bau der Freilichtbühne am Volksgarten
  • 9 .Nov. 1938 Zerstörung jüdischer Geschäfte und Manufakturen
  • 10. Nov. 1938 Zerstörung der Synagoge durch Sprengung von Nazis
  • 20.07.1944 11.20 Uhr u. 06.02.1945 11.30 Uhr Fliegerangriffe: Sie beschädigten die Post und die Kirche zusammen mit weiteren 55 Häusern, 40 Häuser wurden völlig zerstört unter anderen Lutherplatz 5 und zahlreiche Häuser der Haindorfsgasse.
    Siechenrasenschule in Schmalkalden im Jahre 1977 Die Angriffe kosteten 87 Menschen das Leben
  • 1945 Eingliederung des Kreises Schmalkalden in das Land Thüringen
  • 1949 Gründung der Ingenieurschule für Maschinenbau
  • 1951 Gründung der Pädagogische Fachschule für Kindergärtnerinnen
  • 1952 Siechenrasenschule (DDR: POS Karl-Marx) als erste Grundschule eingeweiht --->
  • 1952 Schmalkalden wird Kreisstadt des Bezirkes Suhl in der DDR
  • 1969 Gründung des WKS - VEB Werkzeugkombinat Schmalkalden
  • 1970 Grundsteinlegung zur Erweiterung des WKS
  • 1972 Freilegung der o.g. Iweinmalereien im Hessenhof
  • 1973 Baubeginn des neuen Stadtgebietes Walperloh um und über dem Ernst Thälmann Stadion (6 stockige Plattenbauten)
  • 1973 Abriss des Pfeufferhauses in der Haindorfsgasse
  • 1974 1100 Jahrfeier und damit verbundene Errichtung einer Freilichtbühne mit 3000 Sitzplätzen auf den Festplatz (heute Gelände des Skoda Autohauses)
  • ab 1981 umfangreiche Sanierungen des historischen Stadtkerns
  • Bau der Plattenbauten in der Haindorfsgasse 1985
  • 1984 Bau der Umgehungsstrassen zur Entlastung der Innenstadt, dabei mussten alte Häuser auf der Bahnhofstrasse weichen
  • 1984 Beginn der Abbrucharbeiten alter Häuser der Innenstadt in der Haindorfsgasse, Haargasse, Auergasse, Klostergasse und Stumpfelsgasse sie wurden durch Plattenbauten mit angepasster Fassade ersetzt (Gillergasse, Entengässchen wurde ganz entfernt) --->
  • 1990/91 Industrie und Handel werden wieder privatisiert und umstrukturiert
  • 1993 Beginn des Baus des Förderzentrums am Siechenrasen
  • 1994 Gebietsreform: Schmalkalden wird Stadt im Landkreis Schmalkalden-Meiningen
  • 2004 wurde Schmalkalden der offizielle Titel einer Hochschulstadt zuerkannt
  • 2004/05 Freilegung des Beinhauses und teilweise des ehem. Friedhofes an der Stadtkirche wo sich, berechnet, über 13300 Gräber, verteilt über 7 Schichten befanden
  • 2006 Neubebauung der Pfaffenwiese
  • 2007 Altmarkt und angrenzende Gassen wurden straßenbaulich umgebaut
  • 2007-2009 Bau der neuen Umgehungsstrasse ab Reihersgasse bis zur Schwemmbrücke
  • 2008 Abriss der ehem. Meierei des Schlosses (bisher galt das Schloss mit seinen Wirtschafts- und Nebenhöfen zu den in Deutschlands vollständigsten Schloßanlagen), für den Bau eines Altersheimes
  • 2009 Beginn der Pflasterarbeiten auf der Salzbrücke
  • 2009 Wiederaufnahme der Sanierungsarbeiten am Schloß zB. Schloßtreppe, Riesensaal etc.
  • 13.09.2009Jetzt ist Schmalkalden international MC.Do... hat Einzug gehalten
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*1) widersprüchliche Angaben verschiedener Quellen
*2) Zustand der Nicolai Kapelle nach anderen Angaben Abriss um 1538 später Pferdeschwemme, Abweichung zu unten abgebildeten Foto
*3) Bei den Recherchen bin ich über 3 Schreibweisen gestolpert
-Walrabsburg (Hans Lohse) > wahrscheinlichste Schreibweise
-Wallraffburg (Przemyslaw Paul Zalewski)
-Waltaffburg (Volker Wahl 1974 und Tourist Verlag Berlin/Leipzig 1980)
*4) unterschiedliche Datierungen (Z.B. um 1225) verschiedener Quellen
*5) unterschiedliche Angaben verschiedener Quellen
*6) widersprüchlich zu 1320 (Helmut Kirchner 1992)

Quellen:
- Hans Lohse "Wanderung durch eine alte Stadt" Herausgeber: Leitung des Heimatmuseums Schloss Wilhelmsburg Schmalkalden 1955
- Hans Lohse "Schmalkalden schöne alte Stadt am Thüringer Wald" 2.Aufl. Herausgeber: Leitung des Heimatmuseums Schloss Wilhelmsburg Schmalkalden 1958
- Schloss Wilhelmsburg "Schmalkalden - Historische Ansichten" Herausgeber: Schloss Wilhelmsburg 1992
- Tourist - Wanderheft Schmalkalden und Umgebung; 2.Aufl. Herausgeber: VEB Tourist Verlag Berlin/Leipzig 1980
- Heimatmuseum Schloß Wilhelmsburg Schmalkalden; 6.Auflage; Herausgeber: Schloss Wilhelmsburg Museumsleitung 1961
- Thüringer Landesamt für Denkmalpflege Erfurt "Baugeschichte einer Handwerkstadt im hessisch - fränkischen Grenzland" Herausgeber: Thüringer Landesamt für Denkmalpflege 2003 ISBN 3-910166-90-3
- Hans Notnagel "Juden in Südthüringen" Band4 1.Aufl. vom Verlag Buchhaus Suhl 1999 ISBN 3-910166-90-3
- Durch die Jahrhunderte der Stadt und des Kreises Herrschaft Schmalkalden; Herausgeber: Helmut Kirchner, Sichenrasen 5, Schmalkalden
- "Nova Historia Schmalcaldica" Band3 Herausgeber: Museum Schloß-Wilhelmsburg, Stadtarchive Schmalkalden, Verein für Schmalkaldische Geschichte und Landeskunde 2006 ISBN 3-9810028-2-2
- Bärbel Bierstädt, Ilke Handy "Schmalkalden - Wie es früher war" 1.Aufl.1993 Wartberg Verlag Peter Wieden ISBN 3-86134-134-4
- Schmalkalden, Wir grüßen unsere Gäste - Herausgeber: Rat der Stadt Schmalkalden 1978

Zur Neugestaltung Altmarkt und Nebengassen von Schmalkalden

Neugestaltung des Altmarktes Da auf einschlägigen Seiten von Schmalkalden keine Informationen zur Neugestaltung des Altmarktes und angrenzende Gassen zu finden waren, habe ich selber recherchiert und mich entschlossen ein wenig darauf einzugehen. Entgegen der Pläne, das Beinhaus komplett befahrbar mit Glas abzudecken, entschlossen sich die Stadtväter, dass einst geplante riesige " Sichtfenster " auf einen kleinen Teil zu reduzieren. Zudem wurde dieses auch nicht in der befahrbaren Variante ausgeführt. Nun ragt es ca. 20cm aus den Boden, was natürlich nicht unbedingt zur Zirde beiträgt. Der Kunstgraben hinter der Kemenate wurde auch nicht mehr realisiert, wie ursprünglich geplant war. Möglicherweise, weil eher wenig Leute diesen Weg benutzen und zu dem Geld gespart werden konnte. Natürlich wurde auch wieder ein Brunnen vor der Post platziert. Dieser äußerst modern anmutende, mit LED beleuchtete Brunnen wurde nur leider etwas in die Ecke gedrängt und entspricht wohl nicht ganz der historischen Position. Schön finde ich die " Pferdetränke " vor der Krone, wobei hier die Position zu stimmen scheint. Diese ist auch modern gehalten, mit blauer LED Beleuchtung, aber dennoch dezent. Bleibt nur zu hoffen, dass diese Anlagen, länger Bestand haben als frühere Projekte, denn Diese können sich dieses mal durchaus sehen lassen, ausgenommen der riesigen Kupferlampen.
Sehr begrüßenswert finde ich, dass man sich endlich entschlossen hat, den gesamten Bereich zu pflastern, auch die Nebengassen, um dem Ruf, einer der schönsten mittelalterlichen Fachwerkstädte zu sein, gerecht zu werden.
In einer zweiten Etappe, welche schon 2009 begann, sollen nun auch der Lutherplatz, die Stumpfelsgasse, die Steingasse sowie die Salzbrücke mit den sogenannten "wilden Pflaster" versehen werden. Zur zeitlichen Akzentuierung sollen viel später, jedoch noch möglichst vor 2013 zur Landesgartenschau die Weidebrunnergasse, Judengasse, Stillergasse, Hoffnung und Entenplan etc. mit so genannten "andersartigen" Pflaster belegt werden.

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Nun ist es offiziell. Schmalkalden hat den Zuschlag für die Landesgartenschau 2013. Das bedeutet jede Menge Arbeit. Die Pflasterarbeiten der Nebenstraßen müssen dann abgeschlossen sein. Das Schloß sollte wieder im alten Glanz erstrahlen. Heißt, dass das Dach nach 4 Jahren wieder geschlossen werden muß und die Treppe endlich wieder begehbar gemacht werden. Es war bisher wohl jeden Schmalkalder ein Dorn im Auge, unsere historischen Errungenschaften so verkommen zu sehen.
Aus bisher noch nicht bestätigten Quellen, wird wohl in Erwägung gezogen, den Kunstgraben in der Weidebrunnergasse bis zum Weidebrunner Tor wieder aufleben zu lassen. Auch wird gemunkelt, dass der Busbahnhof um ca.30m versetzt werden soll. Was bedeutet, dass das "UFO" abgerissen wird. Meinen Recherchen zur Folge soll ein Einkaufsparadies in der Kassler Str. zwischen Peugot und der OMV Tanke entstehen. Woher soll nur die Kaufkraft kommen? Zudem verschwinden dann die restlichen Geschäfte auch noch aus der Innenstadt. Dann gibt es nur noch Cafe's, Eisdielen und Gaststätten.
Ebenso ist wohl ein Industriegebiet über den Neubauten (hinter dem Jugendclub) geplant. Dann soll eine große Ortsumgehung ab Kassler Strasse über Struth bis Asbacher Str. den Schwerverkehr zu den wichtigsten Industriestandorten leiten.